Pressemitteilung Jusos Dorsten reinigen Stolpersteine

Jusos

Pressemitteilung

 

„Sie erinnern uns an unschuldige Menschen, die grausam ermordet wurden“ – Jusos Dorsten reinigen Stolpersteine in der Innenstadt

 

Für den SPD-Ortsverein Hervest haben sich Florian Schuwald und Dirk Groß an der Reinigungsaktion beteiligt. Florian Schuwald ist selbst noch im JUSO-Alter und hatte sich schlau gemacht, wie die Reinigung am besten gelingen kann (siehe Bilder). Das Ergebnis ist beeindruckend, so Dirk Groß (Fraktionsvorsitzender): Ohne Kratzer sind nun die Namen und Daten wieder lesbar, und die Stolpersteine entfalten sichtbar ihre mahnende Wirkung.

 

Die Dorstener Innenstadt ist ein beliebter Einkaufsort. Vor allem zur Weihnachtszeit bummeln viele Menschen durch die Passagen der Stadt. Wer genau hinschaut, bemerkt hin und wieder in den Boden eingelassene Messingsteine mit Namen und Schicksalen graviert. Die Dorstener Jusos haben gemeinsam mit dem neuen Vorstand der SPD Dorsten am Samstag, 9. Dezember 2023, Stolpersteine in der Dorstener Innenstadt gereinigt.

„Jedes Jahr erinnern Menschen am 9. November und 27. Januar an die barbarischen Verbrechen der Nationalsozialisten. Stolpersteine sollen uns immer daran erinnern, dass Menschen wie wir, Dorstener Bürgerinnen und Bürger, ermordet wurden. Sterben mussten, weil sie nicht in das Weltbild geisteskranker Verbrecher passten“, fasst Swen Coralic, Vorsitzender der Dorstener SPD, die Bedeutung der Stolpersteine zusammen. Für die beiden Vorsitzenden der Jusos in Dorsten, Alexandra Mehl und Paul Sloma, steht fest: „Nie wieder dürfen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit, Glauben, Krankheit, sexueller Ausrichtung oder politischer Meinung drangsaliert, verfolgt, zur Flucht oder in den Selbstmord getrieben oder gar ermordet werden. Deshalb ist es wichtig, an die Opfer der Gräueltaten zu erinnern. Und das so oft es geht“.

Der Fraktionsvorsitzende Dirk Groß sowie sein Stellvertreter Friedhelm Fragemann loben das Engagement der Jusos. „Es freut uns, dass junge Menschen auf ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte aufmerksam machen. Beschämend ist, dass es tatsächlich Menschen im politischem Raum gibt, die diese Verbrechen als Fliegenschiss abtun. Schlimmer noch, dass es Menschen in unserer Stadt gibt, die dieses Gedankengut teilen“, so Groß und Fragemann. Zugleich lobten beide das bürgerschaftliche Engagement in Dorsten, die Schulen sowie die Arbeit des Jüdischen Museums Westfalen. „Dank des Jüdischen Museums, unserer Schulen und zahlreicher Initiativen in unserer Stadt wird die Erinnerungsarbeit in Dorsten fortwährend mit Leben gefüllt“.

Swen Coralic erinnerte zudem daran, dass Initiativen wie das Riga-Kommitee wichtig sind, um vor allem auch junge Generationen aktiv mit der Erinnerungsarbeit vertraut zu machen. Die SPD-Fraktion hatte erfolgreich den Beitritt der Stadt Dorsten in das Riga-Komitee beantragt. 2000 gründeten der Volksbund für Kriegsgräberfürsorge und 13 deutsche Großstädte in Berlin das Deutsche Riga-Komitee. Mit dem Beitritt verpflichtet sich Kommunen, einen Beitrag für den künftigen Erhalt und die Pflege der Gräber- und Gedenkstätte Riga-Bikernieki zu leisten. In der Regel pflegen Jugendliche unter Anleitung die Grabstätten in Lettland. Begleitet werden die Aktionen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Geplant ist auch, 2024 an den anderen Standorten in Dorsten die verlegten Stolpersteine zu reinigen, zum Beispiel in Wulfen.

 
 

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