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SPD Hervest Dorsten.

Aktuelles aus Hervest :

WAZ: Hervester sollen mitreden

Dorsten, 16.08.2010, Martin Ahlers: Grünplanung im Projekt „Soziale Stadt“
Im Zuge des Projektes „Soziale Stadt Hervest“ soll der Stadtteil attraktiver werden. Ein Bestandteil ist dabei ein neues Spiel- und Freiraum-Konzept, in dessen Umsetzung rund 800 000 Euro Fördergelder fließen sollen.

„Bei der Planung sollen die Bürger im Bergbau-Stadtteil ein gewichtiges Wort mitsprechen“,

betonten Landschaftsarchitektin Martina Hoff, Martin Hollstegge, Leiter der städtischen Grünflächenabteilung, und Jugendhilfe-Planer Dietmar Gayk.
Einen „hohen Erholungswert“ attestiert die Essener Planerin der Hervester Umgebung. Sie nennt Lippeaue, Hervester Bruch, Kanal und auch den Ellerbruch-Park. Das Manko: Zustand und Lage der 23 Spielflächen und weitere öffentliche Grünflächen seien „wenig differenziert und zusammenhängend nutzbar“.
Ziel sei es, neben klassischer Spielplatzplanung auch die Bedürfnisse der Jugendlichen, älteren Menschen und Senioren nicht aus dem Blick zu verlieren. „Das soll nicht nach dem Gießkannenprinzip geschehen“, erläutert Martin Hollstegge mit Blick auf die große Zahl der Flächen, „wir wollen gezielt Schwerpunkte setzen.“

Als wichtige Wege-Verbindung, die Flächen für die Hervester leichter erreichbar macht, soll die Zechenbahn-Trasse ausgebaut werden. Nach Schließung von Fürst Leopold und Abbau der Gleise ist die Nord-Süd-Verbindung seit Jahren zugewuchert. Über andere Flächen werde man gemeinsam neu nachdenken, kündigen die Verantwortlichen an. Ein Beispiel: Der Bolzplatz der Kirchengemeinde St. Josef, inmitten des Ortsteils zentral gelegen, aber für die jungen Kicker seit Jahren gesperrt, weil sich Anwohner beschwerten. „Die Gemeinde hat sich schon gemeldet“, so Dietmar Gayk.

Möglichst schnell soll es nun mit der Planung vorangehen. „Wir kartieren jetzt, machen eine Bestandsaufnahme, danach brauchen wir das Wissen der Leute im Ortsteil“, erklärt Martina Hoff. Im neuen Stadtteilbüro in der ehemaligen Haifischbar an der Glück-Auf-Straße, unlängst eingerichtet, beschäftigt sich eine Arbeitsgemeinschaft Kinder, Jugend, Familie mit dem Thema. Beteiligen sollen sich auch die Besucher der Jugendeinrichtungen. Mit Schulkindern soll es eine Spielraum-Erkundung geben, kündigt die Landschaftsarchitektin an. „Außerdem werden wir die Kindergarten-Eltern ansprechen.“ Fragen will sie auch die Jugendlichen: Von welchen Orten wurdet ihr schon vertrieben?

Übrigens: Einen „Seniorenspielplatz“ plant Martina Hoff nicht. „Das ist so eine Modeerscheinung“, schmunzelt sie. Dass Jung und Alt, Enkel und Großväter Angebote gemeinsam besuchen, führt aber zu Engagement, das die Verwaltung begrüßt. Martin Hollstegge: „Einige haben sich als Spielplatzpaten angeboten.“

Fördermittel:
Auf 800 000 Euro abgespeckt

Bei der Finanzierung des Projekts „Soziale Stadt Hervest“ ist Dorsten auf die Fördermittel des Bundes angewiesen, die über die Länder auf einzelne Projekte in den Kommunen verteilt werden. Für Unruhe sorgte unlängst eine Ankündigung aus Berlin, diesen Fördertopf zu halbieren. „Ich weiß nicht, ob es die letzte Kürzung war“, sagt Jugendhilfeplaner Martin Gayk. Er sei aber hoffnungsvoll, dass genehmigte Projekte wie das Dorstener nicht von weiteren Kürzungen betroffen waren. Bereits „abgespeckt“ von 1 Million auf 800 000 Euro wurde das Freiraum-Konzept. Wichtigstes Teilprojekt ist der Neubau eines Jugendzentrums auf dem Zechengelände.

 

WAZ: Mein Herzblut hängt an diesem Raum

Dorsten, 28.05.2010, smenzel

Hervest. „Mein Herzblut hängt an diesem Raum“, begründet Walter Schulte, warum er nun eine neue Aufgabe schultert: Als Vertreter des Seniorenbeirates für den Bereich Hervest möchte er nicht nur pro Forma für den Stadtteil stehen, sondern sich auch ganz konkret engagieren.

Und das tut er mit einer Aktion, die ihm auf den Leib geschrieben ist: Er bietet Führungen durch Hervest an. „Nicht auf gerade, direkten Wegen, sondern auch mal auf ungewohnten Pfaden“, lächelt er verschmitzt. Häuser, Orte, Anlaufstellen, die vielleicht nicht immer auf den ersten Blick ins Auge fallen, werden während der zweistündigen Tour angesteuert. Die Zeche spielt ebenfalls eine Rolle.

Dreh- und Angelpunkt ist der Brunnenplatz. Von dort geht’s jeweils los, dorthin kommen die Interessierten (Anmeldungen sind nicht erforderlich, das Angebot ist kostenlos) auch wieder zurück. „Es geht um alle, die ihre Brötchen mit dem Pütt verdient haben“, benennt Schulte die Zielgruppe. Treffen ist jeden 1. Mittwoch im Monat um 15 Uhr. Ausnahme: Der Auftakt am nächsten Mittwoch, 2. Juni. Bei der Premiere geht’s schon um 14.30 Uhr los. Das hat seinen Grund. Walter Schulte: „Wir sind ins neue Stadtteilbüro eingeladen worden.“

 

WAZ: Spielplätze unter der Lupe

Neues Freiraumkonzept
Dorsten, 20.07.2010, Ute Hildebrand-Schute

Insgesamt 157 Spielplätze - darunter auch 15 Bolzplätze - gibt es über die Stadt Dorsten verteilt.

Ob sie aber tatsächlich auch noch alle gebraucht werden oder ob die Anwohner nicht schon längst aus dem Spielplatz-Alter heraus sind, soll demnächst Gegenstand von Untersuchungen sein. Beim Jugendamt ist derzeit ein Spielplatz-Entwicklungsplan in Arbeit.

Dietmar Gayk vom Jugendamt freut sich ganz besonders, dass im Rahmen der Sozialen Stadt Hervest auch Mittel für ein Spiel- und Freiraumkonzept zur Verfügung stehen. Als Musterstandort soll ein Bereich in Hervest nun auf Basis der demografischen Entwicklung überplant werden.

Für die Stadt wird es dabei besonders interessant zu erfahren, welche der Spielflächen tatsächlich noch gebraucht werden, erklärt Dietmar Gayk, und welche künftig anderweitig, z.B. auch als neue Baugebiete genutzt werden könnten.

Diese kleinräumige Untersuchung in Hervest soll durch ein Dortmunder Planungsbüro in der zweiten Jahreshälfte durchgeführt werden und später als Grundlage für die Untersuchung in den anderen Stadtteilen dienen.

Bis dahin hat die Stadt alle Hände voll zu tun, die vorhandenen 157 Spielplätze vernünftig zu unterhalten. Einmal wöchentlich kontrolliert die Grünflächenabteilung sämtliche Plätze auf mögliche Unfallgefahren und reinigt sie, berichtet Martin Hollstegge von der Grünflächenabteilung. Werden Spielplätze auch von Älteren „fehlgenutzt“, sind oft zwei bis drei Kontrollen pro Woche notwendig.

Gehen Spielgeräte kaputt und müssen aufwendig repariert oder erneuert werden, stößt die Stadt angesichts der Haushaltslage an ihre Grenzen. „Wir können keine neuen Geräte kaufen“, erklärt Hollstegge. Die alten werden abgebaut, Ersatz gibt es keinen.

Durch unverhoffte Mittel aus dem Konjunkturpaket kann die Stadt derzeit aber unabhängig von der weiteren Spielplatz-Entwicklungsplanung einige Plätze erneuern. Dabei geht es um Spielplätze, die besonders groß, zentral gelegen oder besonders stark frequentiert sind. Mittel beantragt und genehmigt wurden für die Spielplätze Finkennest in der Altstadt, Gustav-Mahler-Straße im Stadtsfeld, Wincksmühle am Amtsgericht, Südheide in Barkenberg, Wachtelstraße auf der Feldmark und Hindemithstraße, ebenfalls im Stadtsfeld.

 

WAZ: Soziale Stadt Hervest - Das Projekt wird jetzt konkret

Dorsten, 13.04.2010, Ludger Böhne

Hervest. Sein neuer Auftrag ist ähnlich, die (Um)Baustelle eine ganz andere: Joachim Thiehoff wechselte zum Monatsanfang vom Stadtteilbüro Barkenberg nach Hervest. Dort soll er, begleitend zum Millionenprojekt Soziale Stadt, Akteure an einen Tisch bringen und konkrete Projekte entwickeln, die Hervest lebenswerter machen.
Sozialdezernent Gerd Baumeister bei der Vorstellung des in Barkenberg bewährten, in Hervest neuen Quartiersmanagers: „Das ist das Signal: Jetzt geht’s los.“
Thiehoff hat zuletzt die Bürgerbeteiligung am Stadtumbau in Barkenberg organisiert. Mit dem Ansatz „sozial“ habe das Hervester Projekt nun zwar einen anderen Schwerpunkt, so Stadtbaurat Holger Lohse. Aber es gebe auch Parallelen, ergänzt Michael Baune, Leiter des LWL-Jugendhilfezentrums (Träger beider Stadtteilbüros) und selbst Hervester: „Es wird auch in Hervest massive Veränderungen geben. Joachim Thiehoff hat in Barkenberg bewiesen, dass er das kann: Einen Stadtteil in einem solchen Prozess moderieren.“ Dass sich Bürger engagieren, sei dabei besonders wichtig. Michael Baune: „Sie sind die eigentlichen Profis in einem Ortsteil.“
Zehn bis zwölf Millionen Euro stehen aus dem Landesprogramm insgesamt für Hervest zur Verfügung, vier Millionen davon für soziale Projekte. Das Geld ist zwar in Themenfelder eingeteilt, aber die Verwendung noch nicht im Detail definiert. Ein wesentlicher Teil der Summe steht für die Mitgestaltung des Ortsteils durch Bürger zur Verfügung.
Joachim Thiehoff wechselt vom Stadtteilbüro Barkenberg nach Hervest.
Thiehoff will rasch erste Details auf den Weg bringen, damit das bisher nur schemenhaft skizzierte Projekt Soziale Stadt in Hervest „konkret und verstanden wird“, so der 43-jährige Lembecker („aber ich habe sieben Jahre am Harsewinkel gewohnt“).
Vier Gruppen nennt er als maßgeblich für die Entwicklung des Orts: Bürger, Ehrenamtliche in Vereinen, Verwaltungsfachleute und das Stadtteilbüro selbst. In Arbeitsgruppen („keine Diskussionsrunden“) will er diese so schnell wie möglich zu einzelnen Themenfeldern an einen Tisch bringen und konkrete Ideen entwickeln. Und: Möglichst noch vor den Sommerferien soll erstmals eine große Hervest-Konferenz tagen.
Wesentliche Bausteine im Gesamtprogramm sind indes schon absehbar: Ein neues Jugendzentrum (Standortfavorit ist ein Altgebäude auf Fürst Leopold), ein Festplatz auf dem Zechengelände, die Schaffung von neuen Treffpunkten, Modernisierung der Ellerbruchsiedlung (im Gegensatz zu Barkenberg allerdings schwierig, da hier viele Eigentümer beteiligt sind) oder Aufwertung von Grünflächen. Auch Zechensiedlung und Harsewinkel werden Themen der Projektentwicklung sein. Thiehoff: „Wir werden ab jetzt sehr viel in Hervest unterwegs sein.“
Nur ein Büro hat das Stadtteilbüro noch nicht. Michael Baune: „Wir sind händeringend auf der Suche nach geeigneten Räumen. Sie sollten barrierefrei sein, zentral gelegen und im Ortsteil sichtbar.“ Telefonisch sind Ortsteilmanager Thiehoff und seine Mitstreiterin Dorothe Suchalla allerdings schon erreichbar unter ~?0172?/?208?19?59, E-Mail
stadtteilbüro-hervest(at)gmx.de

 

WAZ: Schachtzeichen für Ruhr 2010-Der Ballon ist geplatzt

Dorsten. Die Ruhr-2010-Aktion „Schachtzeichen“ auf Fürst Leopold Ende Mai ist abgesagt worden. Aus bergrechtlichen Gründen sei der Zugang zur Lohnhalle nicht möglich heißt es. Manfred Wissing und Wolfgang Trosch hatten bereits eine Woche Programm für die Aktion organisiert.

Es waren keine herben Aprilscherze, als jetzt viele ehrenamtliche Kulturschaffende Absage-Mails erhielten. Manfred Wissing und Wolfgang Trosch hatten federführend für den Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte ein pralles einwöchiges Programm zusammen gestellt, während über drei Dorstener Zechen-Standorten die gelben Schachtzeichen-Ballone der Kulturhauptstadt schweben. Jetzt ist der Ballon über Fürst Leopold geplatzt.

Am Dienstag hatten Justitiar und Geschäftsführer der Tedo-Gruppe des Immobilienbesitzers Jürgen Tempelmann mitgeteilt, dass sie „aufgrund bergrechtlicher Gründe”, wie Manfred Wissing berichtet, keinen Zugang zur Lohnhalle erlauben könnten. „Das Argument kann ich nicht nachvollziehen”, sagt der frühere Personaldirektor der Zeche Lohberg. Noch im Februar habe Geschäftsführer Ralf Ehlert für die „Schachtzeichen”-Woche die Kaue angeboten, dann die Lohnhalle avisiert, als sich herausstellte, dass die Akustik dort deutlich besser ist. Während dieser Gespräche im Februar habe es „nie Hinweise auf Probleme” gegeben, betont Wissing.

Das Programm, vom Abend der Chöre über einen Leseabend zur Ruhrgebiets-Literatur bis zum Rock unterm Förderturm, hatten Wissing und Wolfgang Trosch ganz „auf Indoor zugeschnitten”. Von den Portalhäusern zur Lohnhalle wären 50 Meter Distanz mit Bauzäunen zu sichern gewesen. Der Schachtzeichen-Ballon selbst wäre vom nahen Steiger-Parkplatz morgens aufgelassen und abends eingeholt worden.

Die beiden anderen Ballon-Standorte Baldur und Wulfen kommen für ein volles Kulturprogramm nicht in Frage. Dorstens früheste Zeche Baldur ist heute Firmengelände der Spedition Nagel, „die sich sehr kooperativ zeigte”, wie Wissing versichert. Doch auf einem Betriebsgelände mit Lkw-Verkehr lässt sich kein Programm machen. Am Bergwerk Wulfen zeigt der Heimatverein im Zelt seine Ausstellung zur heimischen Bergbaugeschichte, die vor zwei Jahren schon große Resonanz fand.

Klaus Schmidt „hofft, dass noch nicht alles geplatzt ist”. Doch Dorstens Kulturamtsleiter räumt ein: „Es sieht schwierig aus.” Seit Manfred Wissing die Kulturverwaltung informierte, „haben wir die Drähte glühen lassen”. Auch das Essener Schachtzeichen-Büro will sich einschalten. Die Blamage wäre enorm. Am 30 Mai will die revierweite Schachtzeichen-Aktion den Kulturpreis „Deutschland - Land der Ideen” entgegen nehmen.

Viel Zeit bleibt nicht, weiß Klaus Schmidt: „Pfingsten ist sieben Wochen nach Ostern.” Ein volles Jahr ehrenamtlicher Arbeit steckt im Programm. Doch Manfred Wissing, tief enttäuscht, will bei einer Wende in vorletzter Minute die abgesagten Künstler und Vereine nicht wieder zusammen trommeln. „Das mache ich nicht.”

 

WAZ: Rückbau Fürst Leopold-Brachiale Brecharbeit

Hervest. Wo einst das Kraftwerk stand, liegt eine Mondlandschaft aus alten Fundamenten, Trümmern und hohlen Kellerlöchern. Einziger Farbtupfer in der grauen Geröllhalde: Der Bagger Komatsu PC 750. Er pickt wie ein Specht mit einem mächtigen Meißel am Ausleger in den Beton. Ulrich Hirse, Projektleiter der Abrissarbeiten auf Fürst Leopold, schaut zufrieden auf das große Kaputtmachen. „Der Rückbau läuft zufriedenstellend. Wir sind voll im Zeitplan.“

Und das, obwohl die teils hundert Jahre alten Industrieanlagen die eine oder andere Überraschung bargen. Unterm Kraftwerk haben die Bagger alte, zugemauerte Keller freigelegt, die nirgendwo verzeichnet waren. Im hinteren Bereich zur Wenge hin stießen die Wühlarbeiten auf ein Entwässerungssystem, das in keinem Plan aufgeführt war. Keine Rohre, sondern ein betoniertes Kanalsystem. „Wie groß das ist, wissen wir noch nicht“, sagt Hirse. Aber es handele sich „um einen ernst zu nehmenden Hohlraum.“

Auf dem Areal ist schon viel Platz entstanden. Die Werkstatt hinter der Lohnhalle: weg. Das Kraftwerk: zu Schotter zermahlen. Das Lüftergebäude: existiert nicht mehr. Der gewaltige Vorkohlenbunker: perdü. Die Kantine hinterm Sozialhaus: zerkrümelt. Die Lehrwerkstatt (in besten Zeiten für 800 Azubis): Bis auf einen letzten Rest abgeräumt.

Das „Zentralmassiv“ haben die Abreißer noch vor sich
So viel Luft haben die Bagger inzwischen ins Ensemble geschlagen, dass die Trasse der künftigen Fürst-Leopold-Allee gut zu erkennen ist.

Das „Zentralmassiv“ der Zeche haben die Abreißer noch vor sich: Das Ensemble aus Schlammtrocknung, Aufbereitung, Sieberei und Bergeturm rund um die Schachthalle und den darin eingemauerten Förderturm. Alles hoch, massig, schwer. Ob der Bergeturm von einem Bagger niedergeknabbert oder mit einer Sprengladung umgeworfen wird, ist noch nicht entschieden, berichtet Hirse. Von diesen Anlagen übrigbleiben wird allein der Förderturm, dann befreit von der Schachthalle, aus deren Dach bisher nur ein Stummel des Stahlgerüsts mit heraus lugte. „Das Gerüst wird hinterher viel dominanter wirken“, sagt Hirse.

Derzeit werden die Türme in Handarbeit von belasteten Bauteilen befreit, bevor Bagger die brachiale Brecharbeit an den Bauten bewältigen.

Auf Fürst Leopold ist alles etwas größer. Wo andere Unkraut in den Dachrinnen haben, wachsen auf den Giebeln der Anlagen Birken. Wer bei Tassen an einen Kaffee denkt, findet auf dem Pütt eine zwölf Meter messende Kühlturmtasse (Wassertiefe 1,30 Meter, als Freibad geeignet). Und wer sich über Maulwurfshügel ärgert, der sollte die „Haufwerke“ längs der Leopold-Allee sehen. Hier schütten die Bagger auf, was von der Zeche bleibt.

Es wird nicht nur kaputt gemacht
Jeder Haufen 500 Kubikmeter groß. Jeder fein sortiert. Beton. Ziegel. Schwarzdecke. Ein Gutachter klettert täglich durch diese kleine Hügelkette, nimmt Proben und entscheidet, was als Müll entsorgt werden muss, was als sauberer Schotter auf der Fläche bleiben darf. Der Aufwand ist begründet: Eine Tonne Zechenmüll zu entsorgen, kostet 60 Euro. Sie zu Schotter zu verarbeiten nur 12.

Aber es wird nicht nur kaputt gemacht. Die Reparaturen an Dach und Doppelgiebel des Maschinenhauses (Domizil des Bergbauvereins) sind fast abgeschlossen. Nach Ostern wird der Leopold-Platz aufgefüllt. Der Verkauf der Gebäude ist unter Dach und Fach, sie sind bereits aus der Bergaufsicht entlassen. Feiner Unterschied dabei: Nur die Gemäuer, nicht der Untergrund. „Der Investor kann jetzt mit Sicherungsarbeiten beginnen“, sagt Hirse. In den Gebäuden wurden bereits neue Schlösser eingebaut.

Und nach dem ganzen Bagger bombast muss Ulrich Hirse noch unbedingt ein kleines Detail zeigen. Verschmitzt grinsend lotst er den Fotografen zum Klo der alten Betriebssportanlage. Zwei Töpfchen stehen sich dort ohne Trennwand gegenüber. „Das war eine Kommunikationseinrichtung“, lacht er. Auch diese: Wird abgerissen.

 

WAZ Dorsten: Halterner Straße-Einbahnstraße ab Freitag

17.03.2010, Martin Ahlers
Hervest. Die lang erwartete Sanierung der Halterner Straße (L?509) beginnt in der nächsten Woche. Mit Behinderung müssen Autofahrer bereits ab dem morgigen Freitag rechnen, wenn die Einrichtung der Baustelle beginnt.

Weil die zentrale Hervester Verkehrsachse für die Zeit der Bauarbeiten zwischen Harsewinkel und Wenger Höfe nur einspurig befahrbar ist, wird der Verkehr größräumig umgeleitet.

Die Umleitung wird am Freitagmittag eingerichtet, die Bauzeit kalkuliert der Landesbetrieb Straßen.NRW mit vier Monaten. In dieser Zeit bleibt die Halterner Straße nur in Richtung Haltern passierbar. Der Verkehr in Richtung Dorsten wird über die Hervester Straße (L?608), An der Wienbecke und Bismarckstraße zum Gemeindedreieck umgeleitet.

Zunächst wird die Fahrtrichtung Dorsten erneuert, dann folgt in die südliche Seite. Jede zweite Zufahrt zur Halterner Straße soll während jeder der beiden Bauphasen offen bleiben. Jene, die ab Freitag gesperrt sind, werden zuerst erneuert und freigegeben, wenn die übrigen im zweiten Bauabschnitt gesperrt und saniert werden.

„Besonderes Augenmerk“ werde die Verwaltung auf den Verkehr in der Glück-Auf-Straße legen, kündigt Stadtbaurat Holger Lohse an. Diese Hervester Achse könnte zum „Schleichweg“ für die Hervester werden, die nicht die weiträumige Umgehung Richtung Dorsten inkauf nehmen wollen.

Gleichzeitig beginnt bald auch die Sanierung der Schollbrockstraße. „Wir gehen nicht davon aus, dass es da zu Konflikten kommt“, so Lohse. Die Arbeiten seien aufeinander abgestimmt. Auch die Schollbrockstraße werde in zwei Abschnitten erneuert.

Sogenannter „Flüsterasphalt“ wird auf der Halterner Straße nicht eingebaut. Eine erneute Anfrage beim Landesbetrieb sei ohne Erfolg geblieben, berichtet der Stadtbaurat. Der Landesbetrieb habe auf „erhebliche Mehrkosten“ und mangelnde Erfahrungen mit dem Material verwiesen, sowie auf die Ausschreibung, die bereits gelaufen sei.

 

Dorstener Zeitung: Politik muss der "Hervester Mitte" noch zustimmen

Von Klaus-Dieter Krause am 15. März 2010 18:42 Uhr

HERVEST Die „Neue Mitte Hervest“ nimmt einen neuen Anlauf: Investor, Stadt und Montan-Grundstücks-Gesellschaft sind sich einig. Aber was sagt die Politik?

Voraussetzung ist, dass die Ratsgremien unserem Nutzungskonzept zustimmen“, fiebert Ralf Ehlert, Geschäftsführer der TeDo GmbH, der Planungsausschuss-Sitzung am nächsten Montag entgegen. Ausschlaggebend dafür, dass die neuen Pläne der Tempelmann-Gruppe realisiert werden können, ist nämlich eine räumliche Verlagerung der Einzelhandelsflächen nach Osten. Ursprünglich war vorgesehen, den Handelsbereich gegenüber dem Harsewinkel anzusiedeln.

Kleinteiligere Variante

„Das hätte auch funktioniert, aber der Rat hat ja leider im Sommer 2009 die große Kaufland-Lösung abgelehnt“, trauert Ehlert immer noch ein wenig seiner favorisierten Lösung nach. Da die Stadt jedoch auf einer kleinteiligeren Variante bestand, wurden die Karten neu gemischt. Der Kompromiss sieht jetzt folgendermaßen aus: Im vorderen Bereich des Fürst-Lopold-Kerngeländes soll ein neuer Platz entstehen, der eventuell auch gastronomisch genutzt werden kann. Lebensmittelmarkt und Getränkehandel bilden eine Einheit und werden durch einen Discounter ergänzt. Die Kunden sollen direkt neben beiden Geschäften parken können, weil Erschließungsstraße, Stellplätze und Einzelhandelsfläche aufeinander abgestimmt sind.

Namhafter Italiener

„Sobald die Politik grünes Licht gibt, geht es ruckzuck, dann kann ich Vorverträge mit unseren Verhandlungspartner abschließen“, erklärt Ehlert. Im Lebensmittelbereich dürfte entweder Rewe oder Edeka den Zuschlag bekommen, bei den Discountern sind Netto und Aldi interessiert. Lidl scheidet wohl aus, weil der Konzern auf den Standort Gemeindedreieck fixiert ist.
Auch im Freizeitbereich gibt es neue Entwicklungen. Ehlert: „Für die Gastronomie konnte ich einen namhaften Italiener aus Recklinghausen interessieren, ins Torhaus wird außerdem eine italienische Eisdiele einziehen.“

 

Türkischer Elternbund - Weinende Flüsse, lernende Kids

WAZ-Dorsten
Hervest. Geschäftig ging’s am Mittwochabend im Büro des Türkischen Elternbundes in Dorsten zu. Doch nicht zu geschäftig für türkischen Tee und „weinenden Fluss“, einen süßen Creme-Kuchen mit Schokoladensoße. Grund zum Weinen gab’s aber nicht. Im Gegenteil.Nadire Kivrak, sowie die Eheleute Sevgi und Caner Sentürk erhielten ein Zertifikat der „Elternakademie“.

Noch vor zwei Jahren hatte NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) die Bescheinigung verliehen. Diesmal blieb die Politprominenz aus. Stattdessen fand Kadir Daglar, Vorstandsvorsitzende der „Föderation Türkischer Elternvereine in NRW“ lobende Worte für die drei Akademiebesucher aus Dorsten. „Ziel ist, dass die Eltern ihre Kinder in Sachen Bildung zeitgemäß unterstützen, damit diese nicht auf der Strecke bleiben“, betonte Daglar. Dazu sind die fünfzig Elternvereine in ganz NRW da. Und diese brauchen wiederum qualifizierte Mitarbeiter.

In Tages- und Wochenendseminaren hatten verschiedene Referenten die Teilnehmer über Kommunikation zwischen Eltern und Kindern, Bildungs- und Erziehungsfragen informiert. Eine Bereicherung für den Dorstener Elternverein ist das allemal, denn Nadire Kivrak und Caner Sentürk sind im Januar als Vorstandsmitglieder wiedergewählt worden. Zu ihnen gesellen sich acht Neulinge.

Auch die Vorsitzende Emine Özkul gehört zu den Neuen und löst damit Arzu Akalan ab. „Der neue Vorstand gibt mir viel Hoffnung. Gerade die Mischung aus erfahrenen und neuen Leuten macht’s“, betonte Kadir Daglar nach der Zertifikatsverleihung.

Das glaubt man gerne, hört man Emine Özkul und Erdal Demirel zu. Die gelernte Arzthelferin und der 23-jährige Student sind voller Tatendrang für den Neustart des Vereins, der sich Integration und Miteinander auf die Fahne geschrieben hat: „Wir haben viele Projekte in Planung. Zwar gibt es beispielsweise schon Krabbel- und Nachhilfegruppen, einen Frauentreff, Tanzgruppen oder Musikunterricht für Kinder, doch wir wollen das Angebot erweitern. Geplant ist etwa ein Hiphop-Kurs, der auch Jugendliche ansprechen soll, außerdem Gesundheitsprogramme.“

Am 16. Mai veranstaltet der Elternverein ein großes Kinderfest in Hervest - eine gute Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Den Dorstener Elternverein gibt es seit 1993, er hat momentan 55 Mitglieder. Es waren mal 250. Und so viele sollen es wieder werden.

Denn der Verein ist wichtig, besonders als Vermittler zwischen Schule und Elternhaus: „Wir suchen den Dialog mit Schulen und bieten türkischen Eltern unsere Hilfe an, wenn sie etwa sprachliche Probleme haben und sich mit dem Schulsystem nicht auskennen.“ Genau diese Probleme sollen türkischstämmige Kinder nicht haben: „Wir wollen den Bildungsauftrag der Gesellschaft umsetzen. Dazu gehört auch, Kindern beim Erlernen der Landessprache zu helfen, damit sie nicht zurückbleiben.“ Ganz nach dem Motto: „Ancak egitimle! - Bildung macht’s!“

Der "Türkische Elternbund" hat seinen Sitz in der Burgsdorffstr. 21 und ist unter 02362/793072 zu erreichen. Sprechzeiten sind Mittwochs von 9:00-12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr und nach Vereinbarung

 

WAZ: Kirchengemeinden klagen über leere Kassen

Dr. Hans-Udo Schneider

Dorsten, 02.02.2010, Ute Hildebrand-Schute

Hervest. Die Zeiten sind schlecht. Da kommt die Jahreslosung der evangelischen Kirche für 2010 gerade recht: „Dann sagte Jesus zu allen: ,Erschreckt nicht, habt keine Angst! Vertraut Gott und vertraut auch mir’“ (Johannes 14,1).

Diese Losung hatten Hans-Udo Schneider, der Vorsitzende des Verbandes ev. Kirchengemeinden in Dorsten, und deren Geschäftsführerin Monika Engfer auch ihrem Pressegespräch über die Lage der Dinge vorangestellt. Die Kassen sind leer, Einschnitte drohen.

„Wir haben 120 Mitarbeiter in Dorsten, alles Vollzeit- oder Teilzeitstellen, keine Ein-Euro-Jobs, die halten wir für ethisch nicht vertretbar“,

betonen Schneider und Engfer. Eine „goldene Nase“ könne man sich bei Kirchens zwar nicht verdienen, aber bisher sei es gelungen, die Mitarbeiter zu halten, auch mit Hilfe von Drittmitteln. Das hofft man auch in 2010 zu schaffen: „aber es wird sehr schwer werden“ so Schneider.

Sorgen bereitet der Kirche derzeit vor allem das Flüchtlingsreferat, das von der Stadt derzeit mit 65?000 Euro pro Jahr und erheblichen Drittmitteln finanziert wird. Bei der Stadt werde nun über strukturelle Änderungen nachgedacht. Die hätten zur Folge, so fürchtet Schneider, dass nur noch projektbezogen im Einzelfall bezuschusst würde. „Das könnten wir nicht ausgleichen, da machen wir nicht mehr mit“, ist die klare Ansage. Ohnehin hält man diesen Weg bei der Kirche für falsch: „Man braucht verlässliche Strukturen und Gesichter“, so Monika Engfer, die auch auf bisherige Erfolge der Arbeit mit verschiedenen Migranten-Gruppen am Brunnenplatz in Hervest oder auf der Luisenstraße in Holsterhausen verweist.

Bedarf übersteigt die finanziellen Möglichkeiten
Sorgen bereitet aber auch die finanzielle Ausstattung der Familienzentren, in die auf Dauer alle Kindergärten umgewandelt werden sollen. 12.000 Euro erhalten die pro Jahr zusätzlich, was kaum reicht, um Honorarkräfte für neue Angebote an die Eltern zu finanzieren. Wiederum am Geld hängt auch der weitere Ausbau der Plätze für unter Dreijährige in den Kitas. Der Bedarf der Eltern ist größer, als es die Mittel derzeit hergeben.

Hinzu kommt, dass das Land mit der Finanzierung von Umbaumaßnahmen nicht nachkommt. Es werden Ruheräume, Möbel und Pflegeräume für die ganz Kleinen gebraucht, aber die Mittel dafür liegen beim Land auf Eis, klagt Hans-Udo Schneider. Bereits Ende 2008 habe man beispielsweise 200.000 Euro für den Ausbau der U3-Plätze im Kindergarten an der Windmühle beantragt. Die Kinder wurden 2009 aufgenommen, ausgebaut wurde immer noch nicht. Das Land wird erst 2010 über den Antrag beraten.

Auch in der offenen Ganztagsschule (OGS) - bewährt auch besonders zur Förderung benachteiligter Kinder - fehlt Geld. Die finanzielle Ausstattung ist bescheiden und wurde seit fünf Jahren nicht erhöht. Sollte sich das nicht ändern, fürchtet die ev. Kirche Abstriche bei der sozialpädagogischen Arbeit. Im übrigen müsse auch das Mittagessen für Kinder aus armen Familien durch das Land sichergestellt werden.

Ein Lichtblick bei Kirchens ist das Projekt Little Piano School, an dem in Dorstener Kindergärten 109 Kinder teilnehmen. Die Kita „Arche“ wird am 23. Februar sogar im Mittelpunkt einer Radiosendung des WDR dazu stehen.

 

DZ: Spedition Delsing bereitet Lagerung von Gefahrstoffen vor

Von Klaus-Dieter Krause am 1. Februar 2010 17:13 Uhr

HERVEST Noch ist ein Antrag zur Lagerung von Gefahrstoffen nicht genehmigt, da gibt es bereits erste Aufregung. Umweltschützer protestieren gegen den Plan der Spedition Delsing.
Wie die Bezirksregierung mitteilt, beabsichtigt die Firma Hans Delsing auf ihrem Gelände an der Hoeschstraße eine Halle künftig für die Lagerung von maximal 2500 t giftigen Gefahrenstoffen zu nutzen. Der Genehmigungsantrag samt den dazu gehörigen Unterlagen ist ab 8. Februar bis zum 8. März für alle Interessenten einsehbar. Das „Gesamtpaket“ liegt dann während der Dienststunden im Zimmer 1 des Vermessungsamts im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes an der Bismarckstraße 13 aus.

Bei Bedarf soll es auch noch einen Erörterungstermin dazu geben. Er würde am 19. April ab 10 Uhr im großen Rathaus-Saal stattfinden.

BUND fordert ein Veto

Claudia Baitinger vom BUND geht schon vorher auf die Barrikaden: „2500 Tonnen Giftstoffe in nur 100 m Entfernung von Wohnbebauung und zwei Kindergärten - das darf der Rat nicht zulassen!“, fordert sie ein Veto der Dorstener Politik.

„Alles Quatsch!“, warnt dagegen Firmen-Chef Hans Delsing vor unnötiger Hysterie. Die Lagerhalle 2 liege ganz hinten auf dem Betriebsgelände, fernab der Wohnbebauung. Die Halle werde derzeit mit hohem Investitions-Aufwand ausgebaut. „Danach wird keinerlei Gefahr für die Umgebung, unsere Mitarbeiter oder die Anwohner ausgehen“, so Delsing.

Stadt prüft die Unterlagen

Bei den Stoffen handele es sich um Substanzen, die für die industrielle Produktion benötigt werden. Die Zwischenlagerung in Dorsten erfolge in Containern oder sicherer Verpackung. Die Stoffe sonderten weder Strahlung, noch Gerüche oder irgendwelche Keime ab. Man sollte nicht daran lutschen – aber dazu bestehe ohnehin keine Gelegenheit.

„In kleinen Mengen darf jeder solche Substanzen zuhause aufbewahren“, zieht Delsing sein Fazit, „von jedem Tanklastzug geht ein größeres Gefahrenpotenzial aus.“ Die Stadt prüft seit Montag die umfassend n Unterlagen und will sich am Donnerstag erstmals dazu äußern.

 

DZ: Zukunft liegt in der Begegnung

Von Manuela Kantert am 1. Februar 2010 08:06 Uhr

HERVEST Einen arbeitsintensiven Tag verbrachten die Teilnehmer des vom Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte organisierten Workshops rund um die Neuerschließung der alten Maschinenhalle auf Zeche Fürst Leopold. Der Verein will die Neugestaltung der Maschinenhalle als Dokumentations- und Begegnungszentrum in Angriff nehmen.

Circa 30 Personen waren dieser Einladung am Sonntag gefolgt, darunter neben Vereinsmitgliedern auch einige interessierte Bürger. Nach einer kurzen Begrüßung galt es zunächst einmal, alle Anwesenden auf den gleichen Wissensstand zu bringen und mit den Gegebenheiten sowie bereits vorhanden Ideen vertraut zu machen.

Diese Arbeit übernahm neben den Vereinsmitgliedern auch ein Vertreter der Stadt: So informierte Bernd Lehmann vom Planungs- und Umweltamt über die generelle Neuerschließung des Geländes rund um das alte Zechengelände und die Rolle der Maschinenhalle innerhalb dieser Planungen. Vereinsmitglieder erklärten den Anwesenden die aktuelle Situation sowie die räumlichen Gegebenheiten der Halle.

Herzstück sind Zwillingsdampfmaschinen

Sie erstreckt sich auf rund 500 qm, die sich auf drei Ebenen verteilen. Herzstück der Anlage ist die zweite Ebene mit ihren Zwillingsdampfmaschinen. Aus dem gesamten Gebäude soll später einmal ein Dokumentationszentrum werden, dass Kunst und Technik in sich vereint. Doch Umbau sowie Instandhaltung und Betrieb der Dampfmaschinen kosten Unsummen, so dass der Verein bei der Umsetzung seiner Idee auf Fördermittel und Spenden angewiesen ist. Um diese Mittel jedoch beantragen zu können, benötigen sie ein Konzept, dass neben der inhaltlichen auch die wirtschaftliche Umsetzung des Projekts beleuchtet.

Nichtkommerzieller Nutzen

Um hier einen Startschuss geben zu können und um neue Ideen und Anregungen zu bekommen, hatte der Verein den Workshop am Sonntag organisiert. In verschiedenen Gruppen erarbeiteten die Anwesenden Konzepte zur inhaltlichen Umsetzung des geplanten Dokumentationszentrums und diskutierten verschiedene Alternativen. Nach vier arbeitsintensiven Stunden konnte Mareen Heinemann zusammenfassen: „Wir sind uns einig, dass das Zentrum eine Art Insel des nichtkommerziellen Nutzens werden soll, das Kunst und Kultur präsentiert. "

Kinder und Jugendliche lernen am Modell

Die Dampfmaschine soll vor allem Kindern und Jugendlichen das Lernen am Modell ermöglichen und Führungen sollen den Besuchern das ehemalige Zechenleben näher bringen. Denkbar ist für die am Sonntag Anwesenden auch eine Nutzung des Gebäudes für Hochzeiten oder andere Festlichkeiten. Dennoch blieben am Sonntag noch viele Fragen, wie die der Finanzierung, offen und müssen in den nächsten Wochen und Monaten weiter Stück für Stück erarbeitet werden, damit aus der Vision irgendwann einmal Realität wird. manu

 

WAZ: Ein Konzept muss her

Dorsten, 01.02.2010, Jo Gernoth

Dorsten. Der Bergbau hat in Dorsten Spuren hinterlassen und diese Spuren sind nicht nur irgendwelche Risse in Gebäuden und abgesenkte Straßen, sondern ein reichhaltiger Schatz von kulturellem Erbe einer Epoche des Industriezeitalters.

Ein Leuchtturm dieser großen Zeit ist die Dampfmaschine in der Maschinenhalle von der ehemaligen Zeche Fürst Leopold. In einem Workshop hat der „Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten” jetzt das Fundament für ein nachhaltiges Konzept einer Dokumentationsstätte auf den Weg gebracht.
Um den Erhalt der Dampfmaschine sicher zu stellen, hat sich vor sechs Jahren der Verein gegründet. Sehr bald war klar, dass die Dampfmaschine ein tonnenschweres Kleinod aus der Arbeiter- und Arbeitskultur der Stadt Dorsten ist. Ein Thema, das bei der „Stiftung Industriedenkmal” in Dortmund großes Interesse ausgelöst. Der Dorstener Verein, der stattliche 240 Mitglieder zählt, hat die Aufgabe übernommen, die zahlreichen Ideen in eine Konzept zu verwandeln und Zielgruppen für ein solches Dokumentationszentrum zu benennen.
Eine Aufgabe, die konzentriertes Arbeiten und vor allem persönliches Engagement fordert. „Herzblut ist bei dieser Sache gefragt. Es gibt mittlerweile so viel Material, dass schnell eine Räumlichkeit geschaffen werden muss,” sagt Ernst Koch, der als Geschäftsführer des Vereins fungiert.
„Wir wollen möglichst viele Gruppen und Personen ins Boot holen. Es soll ein lebendiges Bild einer Epoche gezeigt werden, die einst Wohlstand, aber auch harte Arbeit bedeutete. Wir haben viele Zeitzeugen und zeitgenössisches Material. Daraus ergeben sich Möglichkeiten, die für Dorsten einen echten Gewinn darstellen werden,” ist sich Dr. Hans-Udo Schneider sicher, der als Wissenschaftler und Industriepfarrer gleich doppelt gut in das Team passt.
Mareen Heinemann hatte am Ende des Workshops vier große Tafeln mit Ideen und Beschlüssen des Workshops auf den Punkt gebracht und die rund 30 mitwirkenden Mitglieder mit einem ordentlichen Arbeitspaket entlassen. Ehrenamtliche Arbeit, die der Stadt Dorsten einen touristischen Anlaufpunkt der Extraklasse bescheren kann. Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage der Finanzierung. Mittel könnten aus dem Zehn-Millionen-Topf zur Entwicklung der sozialen Stadt Hervest kommen. Da liegt ein möglicher Förderansatz bei 580 000 Euro.
Eine Summe, die durch die „Stiftung Industriedenkmal” aufgestockt werden müsste. „Sponsoring, Citizenship und eine breite Verankerung in der Bevölkerung sind weitere Schritte, die wir gehen wollen. Dabei unterstützen uns die Stadt und auch der Investor Tempelmann vorbildlich,” stellt Volker Jenau fest, der sich als Hervester Ratsmitglied in dem Verein engagiert. Ganz sicher ist diese Idee eine gute für ganz Dorsten.

 

27.12.2009, WAZ - Die „Zechenstraße” wird gesperrt.

Grund sind Arbeiten auf dem Zechenareal

Die „Zechenstraße” wird gesperrt. Ab Januar kann der Rad- und Fußweg
zwischen Wenge und Halterner Straße übers Fürst Leopold-Gelände nicht mehr
genutzt werden. Ab 4. Januar wird der Weg ersatzlos gesperrt. Das teilte die
Verwaltung in der Sitzung des Planungsausschusses mit. Grund sind die
fortschreitenden Arbeiten auf dem Zechenareal.

Im Frühjahr wird der Bahntunnel abgebrochen

Nachdem im Zentralbereich ein Großteil der Gebäudeabbrüche und
Dekontaminationsarbeiten inzwischen abgeschlossen ist, arbeiten sich die
beauftragten Bauunternehmen nach Westen fort. Die Baufelder westlich und
östlich der Zechenstraße werden hierfür zusammengefasst. Zur
Baustellensicherung und wegen der Baustellenverkehre auf der Fläche ist es
notwendig, die Wegeverbindung aufzugeben.

Das dafür erforderliche amtliche Wegeeinziehungsverfahren wurde inzwischen
eingeleitet. Im Frühjahr soll außerdem der Bahntunnel am nördlichen Rand des
Areals abgebrochen und südlich das geplante Entwässerungsbecken ausgehoben werden. Eine Wegequerung ist dann nicht mehr möglich.

Mit den Planungen, die die RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) gemeinsam mit der Stadt und der Tempelmann-Unternehmensgruppe verfolgt, soll aber
zukünftig ein Ersatz für die wegfallende Wegeverbindung geschaffen werden.
Die neue Wegeverbindung soll das RWE-Gleis niveaugleich queren, so dass die
beengte, düstere Tunnelsituation entfällt. Bis zur Fertigstellung müssen
Fußgänger und Radfahrer jedoch leider Umwege über die Bismarckstraße oder
die Wenger Höfe in Kauf nehmen.

Stadtverwaltung und RAG MI bitten hierfür im Hinblick auf das einmalige
Großprojekt zur Wiederbelebung der Zechenflächen um Verständnis.

 

Dorstener Zeitung: Drei Schachtzeichen am Dorstener Himmel

Von Klaus-Dieter Krause am 23. November 2009 18:30 Uhr
Drei so genannte Dorstener Schachtzeichen werden im Kulturhauptstadtjahr über drei einstigen Dorstener Bergbau-Standorten schweben.

Ein Wechsel in der Führungsspitze vollzieht sich gegenwärtig beim Dorstener Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte. Vorsitzender Manfred Wissing hat sein Amt ebenso niedergelegt wie Geschäftsführer Wolfgang Trosch.
Eine Nachfolgeregelung soll am 15. Dezember gefunden werden.

Wissing erklärte dazu, dass er weiter als Mitglied den Verein unterstützen werde, da über die grundsätzliche Zielsetzung nach wie vor Einigkeit bestehe. Es habe jedoch innerhalb des Vorstandes zuletzt unüberbrückbare Differenzen über die Wege gegeben, wie diese Ziele am besten erreicht werden können.

Großer Erwartungsdruck

Der Erwartungsdruck sei so groß geworden, dass Wissing nun auch mit Blick auf seine Gesundheit Konsequenzen gezogen habe.
Wie mehrfach berichtet strebt der Verein an, auf dem Fürst-Leopold-Gelände die Dorstener Bergbaugeschichte zu dokumentieren und die Erinnerung daran lebendig zu halten. Herzstück der Einrichtung sollen die historischen Dampfmaschinen werden.
Über die konkreten Details hat es bereits intensive Gespräche mit der Stadt, der Tempelmann-Gruppe, der RAG und Denkmalschutz-Behörden gegeben. Eine endgültige vertragliche Regelung steht jedoch noch aus.

Positive Nachricht

Eine positive Nachricht kann Wissing jedoch schon heute weiter geben: „Die Finanzierung der Dorstener Schachtzeichen ist inzwischen gesichert. Es steht mittlerweile fest, dass bei der spektakulären Aktion zum Kulturhauptstadt-Jahr im Mai große Ballons auch über den drei einstigen Dorstener Bergbau-Standorten Baldur in Holsterhausen, Fürst Leopold in Hervest und über dem Schacht Wulfen schweben werden.“

Unabhängig von seinem Rücktritt, so Wissing, werde er sich darum auch im nächsten Jahr kümmern.

 

St. Martin packt den Mantel weg

WAZ Dorsten - 06.11.2009 - Hervest. Nach 32 Jahren wird der Martinszug am 11. November zum letzten Mal durch Hervest ziehen. Die Organisatoren – eine Arbeitsgemeinschaft – gibt auf. Grund: Schlichter Geldmangel. Ludger Wottawa, seit zwanzig Jahren Chef des 18-köpfigen Teams, teilt den roten Mantel nicht, er packt ihn weg.

Nach dem Umzug am Mittwoch wird Ludger Wottawa den martinsmantel dauerhaft einmotten. Foto: Ralph Heeger Als die Martinsfreunde 1977 anfingen, da hatte St. Marien schon einen Zug. Die Gründer (von damals ist Heinz Wessels immer noch dabei) sagten sich, Hervest muss auch einen haben. „In den ersten Jahren wurde mächtig improvisiert”, berichtet Wottawa.

Ein Kerngedanke der Hervester Martinszüge: Die Organisatoren wollten kein Geld einsammeln bei den Kindern. „Das kann ja jeder”, sagt Wottawa. „Wir wollten die Stutenkerle verschenken. Das ist unsere Tradition geworden.” 1800 Euro musste die Arbeitsgemeinschaft zuletzt aufbringen, um Weckmänner, Pferd, Reiter und Musik zu bezahlen, Helfer von Feuerwehr und THW zu bewirten.

Die Finanzierung war anfangs kein Problem. Wie in St. Marien wurde ein Maibaum versteigert. In besten Zeiten deckte allein diese Aktion die Kosten. Dazu flossen Spenden von Parteien und Geschäftsleuten und es gab noch – die Zeiten sind lange vorbei – Zuschüsse von der Stadt. Die Martinsfreunde konnten sogar Rücklagen bilden. „Für magere Zeiten”, so Wottawa.

134 Euro für zehn Stunden Arbeit
Die sind in den letzten Jahren angebrochen. Zuschüsse gestrichen, Spenden gibt's kaum noch. Die letzte Maibaumversteigerung 2005 brachte noch 1100 Euro. Geboten wurde aber fast nur von den Organisatoren selbst. „Da hätten wir gleich jeder einen Hunderter in die Kasse tun können.” Danach organisierten die Helfer kleinere Aktionen: Kuchenverkäufe bei Festen etwa. Den letzten Versuch, so Geld für den Zug aufzutreiben, nennt Ludger Wottawa „niederschmetternd”: Bei einem Gewerkschaftsfest im letzten Jahr brachte der Kuchenverkauf ganze 134 Euro. „Für zehn Stunden Arbeit.”

Die letzten Martinszüge wurden aus den Rücklagen bezahlt. Mit dem Umzug am nächsten Mittwoch wird der Topf leer sein. 1100 Stutenkerle haben die Helfer dafür geordert. Die werden umsonst verteilt, wie immer in den letzten 32 Jahren. Und wie immer werden clevere Kinder versuchen, sich dreimal anzustellen. „Die haben die Krümel noch an der Lippe hängen und sagen, sie hatten noch keinen”, lacht Ludger Wottawa. Auch das gehört zum Charme des Hervester Martinszuges.

Der jüngste im Team ist Jahrgang 1965
Neben dem Geld ist auch die persönliche Bindung der Organisatoren an die Tradition verloren gegangen. Der jüngste im Helferkreis ist Jahrgang 1965. „Von uns hat keiner mehr ein Kind, das am Umzug teilnimmt”, sagt Wottawa, der selbst durch seinen Sohn zum Team gestoßen ist.

Ganz geben die Hervester die Hoffnung indes nicht auf, dass die Tradition gewahrt bleiben kann. Wenn sich neue Organisatoren finden, will das Team mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ludger Wottawa: „Wir bieten ein Kostüm und zwanzig Jahre Erfahrung. Denn wenn es hier keinen Martinszug mehr gibt, dann fehlt doch etwas . . .”

Wer pfiffige Ideen hat, den Hervester Martinszug vielleicht doch noch zu retten, der wende sich an Familie Wottawa, 73 896.

 

Dorstener Zeitung: Rückbauarbeiten auf der Zeche haben begonnen

30. September 2009
HERVEST Die RAG Montan Immobilien GmbH leitete am Mittwoch mit dem offiziellen Start der Rückbauarbeiten die Flächenreaktivierung der ehemaligen Schachtanlage Fürst Leopold 1/2 ein. Die Arbeiten dauern rund 18 Monate, werden von der Firma Bodo Freimuth GmbH durchgeführt und voraussichtlich im Februar 2011 abgeschlossen sein.
Lambert Lütkenhorst, Bürgermeister der Stadt Dorsten, freut sich über den Start zur Reaktivierung des Standortes Fürst Leopold: „Mit dem Beginn der heutigen Rückbauarbeiten rückt die Zukunft zur Erneuerung und Entwicklung des Stadtteiles Hervest näher. In engem Schulterschluss mit der RAG Montan Immobilien machen wir damit vor Ort eindrucksvoll unsere Verantwortung für die zukunftsorientierte Nachfolgenutzung des ehemaligen Bergwerksareals deutlich.“

Dr. Hans Werner Klee, Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien, ergänzt: „Fürst Leopold wird dank seiner Lage und seiner geplanten Nutzung ein Aushängeschild der Stadt Dorsten werden und das Areal einzigartig in der Region machen. Hier setzen wir ein deutliches Zeichen für unser Verständnis von nachhaltiger Flächennutzung.“

Rückbau von Teilen ab 2007

Bereits 2007 wurde mit dem Rückbau von Teilbereichen und einzelnen Anlagen auf dem Betriebsgelände begonnen. 2008 wurden das Fördergerüst Schacht 1 mit der Schachthalle, der verbindende Mannschaftsgang zwischen der Kaue und dem Schacht sowie angrenzende Bandanlagen und Teile der zentralen Wetterkühlanlage entfernt. Im Februar dieses Jahres wurden dann die Band- und Rohrleitungsbrücken zwischen der Hauptfläche an der Halterner Straße und der Nordfläche abgebrochen.

In vier Bereiche gegliedert

Der Rückbau ist in vier Hauptbereiche gegliedert. Die Hauptbereiche 1 und 2 erstrecken sich entlang der Halterner Straße und sind bis Mitte 2010 fertigzustellen. Hier befindet sich auch der überwiegende Teil der denkmalgeschützten Bestandsgebäude, die erhalten bleiben. In diesen Gebäuden wie beispielsweise der Verwaltung/Kaue, der Druckluftzentrale und den Torhäusern werden lediglich Ausbesserungsarbeiten durchgeführt.

Nicht unter Denkmalschutz stehende Objekte wie beispielsweise das Werkstattgebäude, der große Grubenlüfter und das Lagergebäude werden rückgebaut und schaffen Platz für die Neugestaltung des Geländes. Die Hauptbereiche 3 und 4 liegen im hinteren Teil der Fläche. Hier stehen auch die größten Gebäude - wie die Aufbereitung, die Sieberei und Bunkeranlagen - zum Rückbau an, die deutlich mehr Zeit für die Bearbeitung beanspruchen und erst zum Ende der Arbeiten fertiggestellt werden müssen.

Mehr Verkehr und Lärm

Zwangsläufig wird es eine Zunahme des Verkehrs im Bereich der Halterner Straße geben, der durch die Ver- und Entsorgung der Baustelle entsteht. Auch wird sich eine bislang ungewohnte Geräuschkulisse während der Tagesarbeitszeiten zeigen, die auf den Betrieb von Baugeräten zurückzuführen ist.

Die mit der Überwachung der Arbeiten beauftragten Ingenieure und der Auftraggeber RAG Montan Immobilien sichern aber bereits jetzt ständige Kontrollen zur Einhaltung aller vorgegebenen Grenzwerte zu. Ebenfalls hinderlich wird der Wegfall der Verbindung zwischen der Halterner Straße und dem Gewerbegebiet im Norden sein, die jetzt häufig von Radfahrern und Fußgängern genutzt wird. Erst mit voranschreitender Erschließung und Öffnung der jetzigen Bergwerksfläche wird es hier eine neue Möglichkeit der Verbindung geben.

Das Schließen dieser jetzigen Verbindung ist aber aufgrund des inneren Baustellenverkehrs und der Rückbauarbeiten unvermeidbar, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Für den Fall, dass sich Anwohner aber doch unzumutbar gestört fühlen, steht Ulrich Hirse von der RAG Montan Immobilien GmbH als Ansprechpartner unter der Telefonnummer 0201 / 378-26 16 oder per E-Mail ulrich.hirse(at)rag-montan-immobilien.de zur Verfügung

 

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